IPv6 bei O2/Telefonica

Die Antwort auf meine letzte Anfrage, wann bei meinem Geschäftskunden-Anschluss IPv6 verfügbar sein wird gibt doch schon mal Hoffnung:

Telefónica Deutschland weiß um die zukünftige Bedeutung von IPV6 für künftige digitale Dienste.

Ok, hilft nicht weiter, aber irgendjemand hat den Begriff dort vermutlich schon einmal gehört …

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IPv6 bei O2/Telefonica

Rückkehr des IPJ

Das Internet Protocol Journal war eines der besten Publikationen im Netzwerk-Sektor. Deshalb war ich recht enttäuscht als dieses im letzten Jahr eingestellt wurde. Um so erfreulicher, dass das IPJ mit neuen Sponsoren neu aufgelegt wurde. So habe ich meine Ausgabe am Wochenende im Briefkasten gehabt.
Noch ist auf der neuen Webseite noch nicht zu finden, wie die Print-Ausgabe aboniert werden kann. Die Online-Version kann aber — wie früher auch — online herunter geladen werden.
Die Haupt-Themen der aktuellen Ausgabe sind

  • Gigabit Wi-Fi
  • A Question of DNS Protocols
Rückkehr des IPJ

O2 und IPv6

Von Zeit zu Zeit frage ich ja Anbieter wie es denn inzwischen mit IPv6 aussieht. Jetzt war mal wieder der Anbieter meines Business-DSL-Anschlusses dran. Die Antwort des O2-Geschäftskundensupports wann dort IPv6 zur Verfügung stehen wird war, nun, sagen wir mal “interessant”:

Aktuell kann ich Ihnen keinen Zeitpunkt nennen, an dem Ihnen IPv6 Adressen zur Verfügung gestellt werden können. Da unserer Netz eine ausnahmslose Übersetzung beherrscht ist dieses auch vorerst nicht nötig.

Na, dann ist das Problem ja gelöst, “ausnahmslose Übersetzung” sei Dank!

O2 und IPv6

IPv6: Verwendung von /127er Prefixen

Unter IPv4 ist heutzutage die Verwendung von /30er oder /31er Netzen auf Point-to-Point-Links der Standard. Während früher Links noch häufig mit einer 30-bit Maske konfiguriert, und auch auf Point-to-Point-Links eine Netz- und Broadcast-Adresse vorsehen wurde, so verwendet man heute fast ausschließlich /31er Netze um keine Adressen zu verschwenden. Und besser rechnen lässt sich mit /31er Adressen auch.

Im IPv6 wurde die Verwendung von /127er Netzen lange Zeit sehr kontrovers diskutiert. Oftmals wurden diese mit Hinweis auf die nicht-Konformität mit den geltenden RFCs abgelehnt. Vielfach wurde es auch einfach damit begründet, dass man im IPv6 keine Adressen sparen müsse.

Jetzt haben die /127er Netze im IPv6 aber doch den offiziellen Segen des IETFs bekommen:

RFC 6164: Using 127-Bit IPv6 Prefixes on Inter-Router Links

Während ich mir des “Ping-Pong”-Problems bisher nicht bewusst war (Section 5.1), hat mich das Problem der Neighbor Cache Exhaustion (Section 5.2) auch schon beschäftigt und ich fand die Verwendung von /127er Netzen auch keine schlechte Idee.

Schön, das man diese Prefixe jetzt auch “offiziell” auf Inter-Router Links verwenden darf.

IPv6: Verwendung von /127er Prefixen

Die (neue) richtige Schreibweise von IPv6-Adressen

Falsch: 2001:0db8::0001
Richtig: 2001:db8::1
Führende Nullen müssen unterdrückt werden!

Falsch: 2001:db8:0:0:0:0:2:1
Richtig: 2001:db8::2:1
Falsch: 2001:db8::0:1
Richtig: 2001:db8::1
Die Verwendung des “::” muss bis zum Maximum durchgeführt werden!

Falsch: 2001:db8::1:1:1:1:1
Richtig: 2001:db8:0:1:1:1:1:1
Ein einzelnes 16bit-Feld mit Nullen darf nicht zusammengefasst werden!

Falsch: 2001::1:0:0:0:1
Richtig: 2001:0:0:1::1
Bei mehreren Möglichkeiten die Adresse durch ein “::” zu verkürzen muss das längste Vorkommen von Nullen gekürzt werden!

Falsch: 2001:db8:0:0:1::1
Auch falsch: 2001:db8::1::1
Richtig: 2001:db8::1:0:0:1
Wenn mehrere Abfolgen von Nullen gleich lang sind, muss die erste verkürzt werden!

Falsch: 2001:db8:0:A::B
Richtig: 2001:db8:0:a::b
Die Zeichen “a” bis “f” müssen klein geschrieben werden!

Dies kann alles im RFC 5952 – A Recommendation for IPv6 Address Text Representation nachgelesen werden.

Die (neue) richtige Schreibweise von IPv6-Adressen