CiscoLive 2013 in Orlando – Nachlese

CiscoLive 2013
Die Networkers (CiscoLive) vom letzten Jahr ist gefühlt noch gar nicht so lange her, da ist die aktuelle schon wieder vorbei. Eine Rückschau:

Die Infrastruktur:
Ein Teil der Shuttle-Busse, die zwischen Hotel und Konferenz-Center hin- und her gefahren sind, waren sogenannte “Connected Busses”. Das heißt, an Bord der Busse war ein Mobile Router, der auch auf den Fahrten WLAN zur Verfügung gestellt hat.

Connected Busses zwischen den Hotels und dem Konferenz-Center
Connected Busses zwischen den Hotels und dem Konferenz-Center

Im Gegensatz zu den Vorjahren war dieses Jahr das WLAN sogar stabil. Und das, obwohl mit 20.000 Teilnehmern und vermutlich entsprechend vielen WLAN-Geräten ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Erstaunt war ich beim WLAN über eine andere Sache. Während ein Schlagwort der letzten Networkers “Have you enabled IPv6 on anything today” war, gab es dieses Mal wieder kein IPv6 im Haupt-WLAN. Für IPv6 gab es nur eine hidden SSID. Leider habe ich vergessen, den Grund dafür zu erfragen.

Das Abendprogramm:
Vielleicht lag es daran, dass ich während der Networkers nicht zum Bloggen gekommen bin.

  • Samstag/Sonntag:
  • Das ist zwar kein Programm von Cisco, aber Besuche bei Joes Crab Shack und im Outback sind schon Pflicht.

  • Montag:
  • Da gab es abends das Dinner für die Cisco Designated VIP. Im Cuba Libre Restaurant gab es u.a. ein aussergewöhnlich zartes Steak und etliche gut gemixte Cocktails. Alle Cisco Designated VIPs haben ausserdem das “offizielle” Polo-Shirt und ein paar weitere Gadgets bekommen. Das Polo ist von Nike und hat meines Erachtens eine deutlich bessere Qualität als die Sachen, die man z.B. im Cisco Company Store kaufen konnte.

  • Dienstag:
  • Da stand die CCIE-Party an. Diese fand wie schon das letzte Mal in Orlando in den Universal Studios statt. Leckeres Essen und das eine oder andere Bier haben mich dann davon abgehalten, die Fahrgeschäfte mitzumachen.

  • Mitwoch:
  • Der CAE (Customer Appreciation Event) fand auch bei Universal statt. In einem anderen Bereich gab es wie am Tag davor feines Essen und diverse Getränke in rauhen Mengen. Der diesjährige Hut war ein Minion aus dem Film “Ich – einfach unverbesserlich 2”. Die Musik kam u.a. von Journey, da habe ich aber nur ein paar Videos, die man natürlich nicht veröffentlichen sollte …

Die Konferenz-Verpflegung:
Wie jedes Jahr ist das Frühstück eher gewöhnungsbedürftig, während ich das Mittag für so eine Großveranstaltung mal wieder sehr gut fand.
Als ich am Mittwoch aufgrund von leichtem Schlaf-Defizit das offizielle Frühstück nicht geschafft habe, habe ich mir in einem der kleinen Shops für $11 das schlechteste Sandwich ($6.50) und den schlechtesten Cafe Latte ($4,50) gekauft, die ich jemals gegessen bzw. getrunken habe. Das war der schlimmste Start in den Tag seit langem. Guter Kaffee (den ich als “Café-Latte-Süchtiger” so bezeichnen würde) war in der Woche sehr schwer zu bekommen. Starbucks oder Läden wie mein bevorzugtes Panera Bread waren nicht so vertreten, wie in vielen anderen amerikanischen Städten. Nur auf der World of Solution gab es an manchen Ecken einen Barista, der einigermaßen guten Kaffee zubereitet hat.

Im letzten Jahr gab es einen sehr guten Kaffee-Stand in der NetVet-Lounge, aber in der gab es dieses Jahr auch nur “american Coffee”.

Die Giveaways:
Wie jedes Jahr musste man auch in diesem Jahr auf dem Hinflug Platz im Koffer lassen, da es das eine oder andere auf der CiscoLive abzustauben gab.
Für CCIEs gab es eine kabellose Maus mit Mauspad-Verpackung und als CCIE NetVet konnte man sich wieder ein Buch oder eBook aussuchen. Bei mir ist es “NX-OS and Cisco Nexus Switching” geworden. Dies war auch eines der beliebtesten Bücher der Cisco Live. Weiterhin beliebt war das Buch “Cisco ISE for BYOD and Secure Unified Access”. Dieses wollte ich mir im Company-Store kaufen, aber es war nach kürzester Zeit ausverkauft und Cisco hat es nicht geschafft, ausreichend Nachschub zu besorgen.

Natürlich gab es wieder einen Rucksack, eine Mütze und das eine oder andere T-Shirt. Bei letzterem habe ich mich wieder deutlich zurück gehalten:

Die Sessions:
Da habe ich mir wieder querbeet einiges ausgesucht:

  • Unified Computing System Technical Day
  • The Art of Network Architecture
  • Cloud managed Security with Meraki MX
  • Incorporating Intelligent Access at the Campus Edge
  • LISP in Campus Networks
  • Advanced Security Group Tags
  • Deploying Next Generation Firewalls
  • Advanced Email Security with ESA
  • Advanced ISE and Secure Access
  • Cisco Catalyst 3850 Series Switching Architecture
  • Advanced IPv6 Security: Securing the first Hop
  • Advanced Web Security Deployment with WSA and ASA CX

Die meisten Sessions waren sehr gut, ein richtiger Aussreisser war nicht dabei. Ausser, dass bei manchen Sessions die Beschreibung nicht akurat war. In der “LISP in Campus Networks” wurde zwar über LISP gesprochen, aber der “in Campus Networks”-Teil kam deutlich zu kurz.

Und am Mittwoch habe ich die Session “Hitchhikers Guide to troubleshooting IPv6” zu Gunsten der CCIE/NetVet-reception mit John Chambers sausen lassen. Diese und diverse anderen Sessions werde ich aber sicher noch nacharbeiten.

Apropos John Chambers: Am Dienstag war seine Keynote, in der er wie jedes Jahr seine Visionen vorstellt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren habe ich dieses Jahr sogar im großen und ganzen verstanden, wovon er geredet hat. Das “Internet of Everything” war eines der zentralen Themen, und es sei ein riesiger Markt, die restlichen 99% zu vernetzen, die noch nicht vernetzt sind. Und als jemand, der Fitness-Tracker benutzt und seine Pflanzen auch connected hat, war mir das Thema gleich zugänglich. Wie das “Internet of Everything” mit Themen wie Privacy und Datenschutz umgehen wird, das muss sich natürlich noch zeigen.

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