SecureCRT für Mac OS

Die Suche nach dem perfekten Terminal-Programm … Das ist bei mir eine lange Geschichte.
Vor vielen, vielen Jahren war ich OS/2-Benutzer und mein Programm der Wahl war ZOC von Emtec. Damals perfekt und mit der Möglichkeit, Scripte in REXX zu programmieren.
Nach dem Wechsel auf Windows ging die Suche weiter. Eine Windows-Version von ZOC gibt es zwar, aber die war anfänglich bei weitem nicht so stabil wie unter OS/2. Hyperterm war grausam, TeraTerm nicht viel besser und mit Putty konnte ich mich auch nie so recht anfreunden. Die Lösung war dann SecureCRT, mit dem ich viele Jahre gearbeitet habe, und das ich als perfektes Terminal-Programm angesehen habe. Und das nicht nur, weil Cisco es in seinem CCIE-Lab verwendet.
Auf dem Mac gab es leider nichts Vergleichbares. Das eingebaute Terminal gefiel mir nicht, so bin ich zu iTerm gekommen, das eine sehr gute Session-Verwaltung hat. Leider gibt es keine Möglichkeit, automatisch seine Sessions zu protokollieren. Aber das ist in meinen Augen eine sehr wichtige Funktion. Und für die serielle Konsole benötigte man noch zusätzliche Werkzeuge, wie z.B. ZTerm. Um so erfreuter war ich, als ich heute in einem Kommentar bei etherealminds.com gelesen habe, das es SecureCRT jetzt auch für den Mac gibt. Diese “Beta 2” läuft bei weitem noch nicht rund und sieht irgendwie auch etwas “altbacken” aus. Aber auch in der Mac-Version ist eine sehr gute Session-Verwaltung enthalten, das automatische Loggen der Sitzungen und serielle Verbindungen funktionieren auch. Scripte können in Python geschrieben werden, was mir auch gut gefällt. Es sieht aus, als wenn ich mein perfektes Terminal-Programm wiedergefunden hätte.
Und zu allem Überfluss habe ich beim Schreiben dieses Beitrages gesehen, dass es ZOC inzwischen auch in einer Mac-Version gibt. Wenn SecureCRT auf dem Mac entgegen meiner Erwartung doch enttäuscht, dann schaue ich mir auch das noch an.
Update 9.9.: Zusätzlich zieht die Weiterentwicklung von iTerm wieder an. Unter http://code.google.com/p/iterm2/ gibt es eine Alpha-Version, die auch sehr vielversprechend ist. Mal sehen, vielleicht bleibe ich doch bei iTerm …

SecureCRT für Mac OS

Matrix Live!

Gestern gab es beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) ganz großes Kino. Zu Matrix muss man eigentlich nicht viel sagen. Der Film war vor 10 Jahren klasse und ist es auch heute noch. Das Besondere an diesem Abend war aber, dass die Filmmusik live vom NDR Pop Orchester gespielt wurde. Das hat dem Film eine enorme Stimmung verliehen, die man normalerweise im Kino nicht erlebt, und zu Hause von der DVD natürlich sowieso nicht. Diese enorme Stimmung führte dann auch am Ende zu minutenlangen stehenden Ovationen für das Orchester und Don Davis, den Komponisten, der ebenfalls anwesend war.
Dies war ein “Kino”-Erlebnis der ganz besonderen Art, das ich nur empfehlen kann, falls es nochmal irgendwo aufgeführt wird.
Und muss man wirklich zu Matrix nichts sagen? Als wir am Veranstaltungsort ankamen waren wir uns nicht ganz sicher. Mindestens ein Viertel des Publikums war deutlich über 50/60, und wir fragten uns, ob sich wirklich alle klar darüber waren, was sie erwartet. Aber auch wenn es beim SHMF sonst meist klassische Musik gibt, haben nur sehr wenige den Saal im voraus verlassen.

Matrix Live!

Die (neue) richtige Schreibweise von IPv6-Adressen

Falsch: 2001:0db8::0001
Richtig: 2001:db8::1
Führende Nullen müssen unterdrückt werden!

Falsch: 2001:db8:0:0:0:0:2:1
Richtig: 2001:db8::2:1
Falsch: 2001:db8::0:1
Richtig: 2001:db8::1
Die Verwendung des “::” muss bis zum Maximum durchgeführt werden!

Falsch: 2001:db8::1:1:1:1:1
Richtig: 2001:db8:0:1:1:1:1:1
Ein einzelnes 16bit-Feld mit Nullen darf nicht zusammengefasst werden!

Falsch: 2001::1:0:0:0:1
Richtig: 2001:0:0:1::1
Bei mehreren Möglichkeiten die Adresse durch ein “::” zu verkürzen muss das längste Vorkommen von Nullen gekürzt werden!

Falsch: 2001:db8:0:0:1::1
Auch falsch: 2001:db8::1::1
Richtig: 2001:db8::1:0:0:1
Wenn mehrere Abfolgen von Nullen gleich lang sind, muss die erste verkürzt werden!

Falsch: 2001:db8:0:A::B
Richtig: 2001:db8:0:a::b
Die Zeichen “a” bis “f” müssen klein geschrieben werden!

Dies kann alles im RFC 5952 – A Recommendation for IPv6 Address Text Representation nachgelesen werden.

Die (neue) richtige Schreibweise von IPv6-Adressen

Der Mac mini Server als Desktop-Rechner

Kürzlich habe ich mir einen Mac mini 1TB Server zugelegt, um ihn als Desktop-Rechner zu benutzen.
Einige Gründe, die Server-Variante zu wählen und nicht die “normale”, waren folgende:

  • Der Mac mini Server kostet nur EUR 25.- mehr als der Mac mini mit 4GB RAM, 2,66 GHz Core2Duo und 500GB-Festplatte.
  • Ein DVD-Laufwerk brauche ich nicht, da man das per externem Laufwerk, per FireWire vom MacBook Pro oder per Freigabe von einem anderen System bereitstellen kann
  • Der Server hat zwei 7200er Festplatten, die im RAID0 eine sehr gute Performance versprechen.

Die Installation eines “normalen” Snow Leopard (SL) gestaltete sich dann aber als etwas schwierig. Meine DVD war auf dem Stand von SL 10.6.1 und von dieser ließ sich das MacOS nicht installieren. Der telefonische Apple-Support hat mir dann zwar gesagt, dass auf dem Mac mini Server auch nur das Server-Betriebssystem läuft und man ein normales Snow Leopard nicht installieren kann, aber diese Antwort war natürlich nicht akzeptabel. Folgendermaßen bin ich dann zur Installation vorgegangen (eine aktuelle DVD würde es ganz sicher auch tun):

  1. Auf dem MacBookPro habe ich SL auf eine externe Festplatte installiert.
  2. Auf diese Installation habe ich das letzte 10.6.4er-Update angewendet.
  3. Den Mac mini von dieser externen HD booten.
  4. Aus dem Festplatten-Manager heraus die zwei HDs löschen und ein RAID0 anlegen.
  5. Per CarbonCopyCloner das System auf das neu angelegte RAID0 kopieren.
  6. Neustart vom RAID0, Fertig!

Danach lief das normale Snow Leopard fast ohne Probleme. Die einzige Einschränkung, die mir aber auch nur durch Zufall auffiel, war, dass die Netzwerk-Karte nicht funktionierte. Das WLAN funktionierte aber ohne Probleme. Es könnte sein, dass bei meiner Install-DVD doch irgendwie der Treiber für diese neue Hardware fehlte.

Letztendlich habe ich das System aber doch zurück gegeben. Insgesamt war der Mac mini nur minimal schneller, als mein 2007er MacBook Pro. Die Festplattenperformance war gefühlt ähnlich gut wie bei meiner SolidStateDisk, die CPU-Geschwindigkeit etwas besser, aber die Grafik-Performance war nur geringfüigig besser. Da zeigt sich wohl doch der Unterschied einer Grafikkarte mit dediziertem RAM (im MBP) gegenüber der Shared-Memory-Architektur im Mac mini. Und für den Unterschied sind EUR 1.105,95 (bei Amazon) dann doch zu viel. Wenn ich allerdings noch keinen Mac hätte, dann wäre der Mac mini Server das ideale Desktop-Gerät für “normale” Aufgaben.

Der Mac mini Server als Desktop-Rechner

Cisco IPS mit RADIUS-Authentication

An den Cisco IPS-Appliances konnte man sich bisher nur per lokaler Anmeldung authentifizieren. Eine Integration in die zentrale AAA-Infrastruktur per TACACS+ oder RADIUS war nicht möglich. In der neuen Version 7.0(4) ist jetzt zumindest eine Authentifizierung per RADIUS möglich. Ich habe ja fast nicht mehr daran geglaubt, dass dieses Feature noch eingebaut wird. Nähere Informationen gibt es in der Dokumentation.

Cisco IPS mit RADIUS-Authentication